Und plötzlich schmeckt auch Chicorée!


Und plötzlich schmeckt auch Chicorée!

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich beruflich indirekt mit der Gesundheit von anderen. Hier erfahren Sie, was das mit Chicorée und HealthCorp Partners zu tun hat.

Viele Jahre hatte ich das Glück, für Firmen zu arbeiten, die entweder lebensrettende Therapien oder Therapien für chronisch Kranke entwickeln und vertreiben. Ich kann mich immer noch gut an ein Gespräch mit einem Patienten erinnern. Sein Ziel war es, mithilfe «unserer» Therapie weitere zwei Jahre zu überleben. Dann, so ging er damals davon aus, wäre die Wissenschaft so weit, seine Krankheit zu heilen. Unter anderem hat diese Art von Gesprächen meine Einstellung zu meiner eigenen Gesundheit beeinflusst.

Gleichzeitig habe ich als HR-Ansprechpartner in dieser Zeit mehrfach erlebt, welche Auswirkungen Krankheiten auf Betroffene, deren Kollegen und damit auf gesamte Firmen haben können. Nehmen die Belastungen überhand, ist der Ressourcenverbrauch durch private und berufliche Stressfaktoren für viele Menschen heute nicht mehr ohne Weiteres auszugleichen. Aus Gesunden werden Kranke. Gerhard Uhlenbruck (*1929 deutscher Immunologe und Aphoristiker) hat einmal gesagt: «Krankheit spürt man, Gesundheit nicht.» Jeder hat sie und oft wird sie erst vermisst, wenn sie nicht mehr da ist.

Was also ist Gesundheit?

Beschäftigt man sich mit dem Thema, stellt man schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, Gesundheit zu definieren. Je nach wissenschaftlichem, sozialem und historischem Hintergrund können Definitionen mehr oder weniger voneinander abweichen. Da Gesetze immer ein Spiegelbild der Gesellschaft sind, die diese erschaffen, lohnt es sich oftmals, dort nachzuschlagen. Interessanterweise sieht der deutsche Gesetzgeber bewusst davon ab, Gesundheit – so wie auch Krankheit – zu definieren. Er geht vielmehr davon aus, dass beide Begriffe einem ständigen Wandel unterzogen sind, und überlässt die Klärung der Rechtsprechung und der laufenden Praxis. Gesundheit wird dabei oft als Zustand beschrieben, der dem Einzelnen die Ausübung der körperlichen und geistigen Funktionen ermöglicht. Krankheit als ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der die Notwendigkeit einer Heilbehandlung, der Arbeitsunfähigkeit oder beides zur Folge hat (vgl. BSG SozR 3 – 2500 §27 Nr 5). Auch das Schweizer Sozialversicherungsrecht definiert Krankheit (SR 830.1 Abs. 2). Eine Definition für Gesundheit gibt es hingegen auch hier nicht.

Die WHO hat den Begriff der Gesundheit dagegen bei ihrer Gründung im Jahr 1984 definiert und seitdem mehrmals angepasst. 2005 wurde das soziale Wohlergehen als feste Voraussetzung von Gesundheit in der Verfassung mit verankert.

Was Gesundheit ist, wird nicht nur unterschiedlich definiert, sie unterliegt offensichtlich auch einem ständigen Wandel. Im Wesentlichen lassen sich jedoch drei Kategorien unterscheiden.

In der ersten Kategorie wird Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit oder Beeinträchtigung definiert: Gerade am Arbeitsplatz kann man das immer wieder erleben. Gesundheit wird als Abwesenheit von Krankheit und damit als Fähigkeit zur Arbeit angesehen. Solange ein Mitarbeiter arbeitet, werden offensichtliche Symptome von Vorgesetzten, aber vor allem von den betroffenen Mitarbeitern selber regelmäßig und so lange wie möglich ignoriert.

In der zweiten Kategorie, unter die auch die Definition der WHO fällt, ist Gesundheit ein Status, der es dem Individuum erlaubt, adäquat die Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern. Die Abwesenheit von Krankheit und Beeinträchtigung wird impliziert.

In einer dritten Kategorie ist Gesundheit ein Status, bei dem der Mensch ein inneres Gleichgewicht erlangt und im Einklang mit seiner sozialen und physikalischen Umgebung steht.

Ein Beispiel für diese Kategorie ist Ayurveda. In dem ganzheitlichen Gesundheitssystem Indiens gibt es verschiedene Voraussetzungen für Gesundheit:

  • Ausgeglichenheit der funktionellen Prinzipien im Körper (dosas)
  • Normalzustand von Geweben (dhatus),
  • Ausscheidungen (malas) und Stoffwechselvorgänge (agni)
  • normale Sinnes- und Motorikfunktionen
  • Klarheit und Wohlbefinden des Geistes
  • „glückliche Seele“

Ich selbst beschäftige mich mit Ayurveda und Gesundheit, seitdem ich eher zufällig im September 2012 an einem zweitägigen Ayurveda-Workshop teilgenommen habe. Damals war noch nicht abzusehen, dass ich Jahre später mit ayurresources eine eigene Firma gründen werde, die sich die Prinzipien des Ayurveda zunutze macht und u. a Firmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung berät. ayurresources kombiniert Ayurveda und Human Resources. Beide haben ein ähnliches Ziel: Ressourcen bereitstellen, aufzubauen, zu optimieren, zu fördern und zu erhalten. Über mein zunächst rein privates Interesse an Ayurveda habe ich erkannt, dass die jahrtausendealte Heil- und Gesundheitslehre mit ihrem ganzheitlichen und individuellen Ansatz auch in Unternehmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung viele Fragen beantwortet und ein gesundes, erfülltes berufliches und privates Leben fördert.

Bei den Mitarbeitern schließt sich wieder der Kreis zu HealthCorp Partners. Mit HealthCorp Partners stellen wir Ressourcen bereit, in dem wir für Sie Mitarbeiter finden, die am besten zu Ihnen passen.

Zum Schluss möchte ich noch das Rätsel um den Chicorée lösen. Ich habe gelernt, dass für meine persönliche Gesundheit unter anderem Bitterstoffe hilfreich sind. Im Winter ist für mich der Chicorée als lokales Bittergemüse ein ideales Nahrungsmittel.

Welche Gesundheitsdefinition Sie selber oder Ihr Unternehmen auch verfolgt, es ergeben sich daraus immer unterschiedliche Konsequenzen hinsichtlich Ihres Umgangs mit und der Förderung von Gesundheit. Was das für die Ausrichtung Ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung bedeutet, erzähle ich gerne bei einem persönlichen Termin!

Heute können Sie sich schon ein paar Anregungen und Tipps für Einzelmaßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung herunterladen.

Herzliche Grüße

Ihre
Alexandra Krahl