Nachfolgeplanung als Gefahr für Prozesse und Erlöse in Kliniken

Krankenhäuser sind hochkomplexe Organisationen, deren operative Abläufe über Jahre hinweg eingeübt und laufend optimiert werden. Für die Stabilität der Prozesse spielt Kontinuität eine zentrale Rolle – kein Wunder also, dass Chefärzte in deutschen Krankenhäusern durchschnittlich mehr als zehn Jahre im Amt sind.

Doch was passiert, wenn Chefärzte die Klinik verlassen? Mehr als ein Viertel der Häuser verfügt über keine Nachfolgeregelung. Der Ruf der Abteilung, die Stabilität der Prozesse, die Motivation des Ärzteteams und die Qualität der Behandlung hängen maßgeblich von der Person und der Expertise des Chefarztes ab. Die durch einen Weggang offene Position schnell und adäquat wiederzubesetzen ist deshalb eine immens wichtige Aufgabe für jede Klinik.

Trotz dieser kritischen Bedeutung gehören entsprechende Programme für künftige Führungskräfte rund um Potenzialeinschätzung, Nachfolgeplanung, Coaching und zielgerichtete Weiterentwicklung nur selten zum Standardrepertoire im Klinikmanagement. Es ist deshalb dringend notwendig, die Nachbesetzung zentraler Positionen strategisch zu planen und Führungskräfteentwicklung mit einem professionelle Ansatz für externe Nachbesetzungen zu kombinieren. Dabei müssen der Träger des Klinikums, die ärztliche und kaufmännische Klinikleitung sowie die Personalabteilung Hand in Hand arbeiten. Dass dieser komplexe Prozess professionell moderiert werden muss, liegt dabei nahe.

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